Im Notfall gibt es nur eins: Sofort Hilfe bei Personen suchen, die sich auskennen. Also entweder Kontakt zu Verwandten und Freunden aufnehmen, die wissen was zu tun ist oder gleich zur Notfallambulanz. Doch bevor es so weit ist, kann vielleicht doch die ein oder andere Maßnahme dabei helfen, dass es nicht dazu kommen muss. Gemeint sind die Dinge, die beim Gegensteuern helfen, wenn man zu stark in eine Richtung schwingt. Bei mir sind dies beispielsweise folgende Dinge:
Musik
Ich habe mir eine CD mit Liedern zusammengestellt, die mir positiv unter die Haut gehen und die ich in dieser Zusammenstellung auch nur dann höre, wenn es mir nicht gut geht. Damit kam ich schon aus so manchem leichten Stimmungstief fast wie erfrischt zurück.
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Menschen
Sich mit lieben Menschen treffen, die wissen, was los ist und einem zuhören - im Notfall geht das auch per Telefon. An dieser Stelle auch mal einen herzlichen Dank an 'meinen' Stammtisch vorwiegend depressiver Leute, mit denen man wunderbar Tränen lachen kann.
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Sammelstelle für Besonderes
Ich habe mir mit der Zeit einen Blog erstellt, in dem ich alles sammle, was mich bewegt und in dem ich schöne Dinge wie Bilder und Texte, aber auch Musikvideos archiviere. Wenn ich in älteren Beiträgen blättere, rufe ich mir schöne Erinnerungen wieder ins Gedächtnis oder freue mich einfach über die kleinen Kostbarkeiten, die ich irgendwann im Netz (auf)gesammelt habe. Die Musikvideos spielen eine besondere Rolle, weil sich hier genaugenommen die Notfall-Lieder der zweiten Reihe befinden.
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Sich ablenken
Die Aufmerksamkeit von sich auf etwas anderes lenken. Mir hilft basteln, Sudoku, Papercut, die Spielerei mit Farben und Lacken, am Computer herumexperimentieren und kleine Projekte realisieren, backen und Ytong bearbeiten.
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Bewusst aus der Bewegungs- und Ideenspirale aussteigen
Ich unterbreche das Geschehen, das mich umhertreibt und übe jede noch so kleine Handlung bewusst und mit einer gewissen bedächtigen Feierlichkeit aus, um mir eine schöne Gegenwart zu bereiten, die mich halten kann. Dazu zünde ich beispielsweise eine Kerze an, wähle besonders sorgfältig schöne Musik dazu aus und versuche mit meiner Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt zu bleiben, um den Augenblick zu genießen.
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Entspannungsbad
Vorzugsweise gönne ich mir einen besonderen Badezusatz und lasse beim hinabgleiten ins Wasser die Spannung hinter mir um mit allen Sinnen zu genießen.
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Schreiben
Bei Ideenflut und Gedankensturm schreibe ich ohne Wertung einfach hintereinander weg, was mir in den Sinn kommt. Es fühlt sich dann an, als könnte überschüssige Gedankenflut einfach abfließen und die Belastung mit sich nehmen. Auch Gefühle in Gedichtform zu fassen finde ich hilfreich. Ausdruck - aus Druck. Der Gefühlsdruck geht dabei auf die Worte über und entlastet mich.
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Lesen
Wenn die Konzentration noch dazu reicht, ist es ein wunderbares Mittel zur Ablenkung.
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Spazieren gehen
Um dem Bewegungsdrang genüge zu tun, ohne sich selbst wieder bis über die Schmerzgrenzen zu überfordern hilft manchmal spazierengehen. Gelegentlich scheint der Wind dabei trübe Gedanken einfach wegzuwehen.
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